Eine einfache und gleichzeitig geniale Methode um die eigenen Bilder ein wenig aufzupeppen und eine eher ungewöhnliche Sicht zu nutzen liegt darin, einfach mal auf die Knie zu gehen und die Motive von dort aus auf „Augenhöhe“ zu fotografieren. Das ist zum Beispiel perfekt für Bilder von Kindern, aber auch das Ablichten von Tieren bekommt durch diese Methode eine ganz andere Perspektive. Auch kleinere Fotomotive werden so direkter und lebendiger dargestellt, sodass es sich durchaus lohnt, wenn die eigene „Augenhöhe“ verlassen und durch eine etwas niedrigere Position ersetzt wird.

Die eigene Perspektive ändern

Dabei bezieht sich das „auf Augenhöhe gehen“ immer auf die theoretische Augenhöhe des Motivs: Wer ein Kind oder Hund fotografiert, der kniet sich hin. Wer hingegen Blumen oder Grashalme ablichten möchte, der muss noch weiter herunter – und sich zum Beispiel auf den Bauch legen. Dadurch ändern sich die Verhältnisse der Grösse und alles wirkt einfach natürlicher, wodurch die geschossenen Bilder zusätzlich an Aussagekraft gewinnen. Natürlich ist es auch möglich, eher von oben zu fotografieren und dadurch Weitblick oder Überlegenheit zu suggerieren, aber auch Ehrfurcht oder einfach „Grösse“ können durch diese Methode erzeugt werden. Letztendlich muss sich also jeder Fotograf selbst überlegen, welche Aussage ein Bild haben soll und durch welche Perspektive diese erreicht wird.

In diesem Zusammenhang sollte jedoch gerade in der Naturfotografie erwähnt werden, dass Ausrüstung und Kleidung immer angepasst werden sollten, denn wer zum Beispiel am Morgen im Gras herumkriecht, der könnte auf Grund des Morgentaus schnell nass werden und im schlimmsten Fall sogar die eigene Kamera beschädigen. Gleiches gilt auch für Foto-Shoots, die am Wasser durchgeführt werden: Wer zum Beispiel Frösche im Tümpel, Fische im See oder Alligatoren im Sumpf ablichten möchte, der sollte sich entsprechend kleiden. Dafür werden die Fotografen dann auch mit wunderbaren Bildern belohnt, die einfach unschlagbar sind.