Anfängerfehler bei Blendeneinstellungen vermeiden

Die Blende ist gerade für Anfänger ein grosses Mysterium, funktioniert sie doch nicht so intuitiv wie zum Beispiel Belichtungszeit und ISO-Zahl. Bei diesen beiden gilt nämlich das einfache Prinzip, dass das einfallende Licht dann verdoppelt wird, wenn auch der gewählte Wert verdoppelt wird. Die Blende hingegen funktioniert etwas komplexer und stellt damit für Neulinge eine Hürde da, die erst einmal verstanden und gemeistert werden muss. Trotzdem führt kein Weg drum herum, denn wer eine hohe Qualität bei seinen Bildern erreichen möchte, der muss sich auch mit diesem Thema auseinander setzen. Doch welche Fehler sollten unbedingt vermieden werden und worauf gilt es grundsätzlich zu achten?

Was steckt hinter der F-Zahl?

Im Regelfall werden die Blendwerte direkt an der Kamera angezeigt und sind ebenfalls für den Einfall des Lichts in die Kamera zuständig. Mitunter lassen sich diese Einstellungsmöglichkeiten jedoch auch auf einem Objektiv finden und sind in der Regel als F-Zahlen (also zum Beispiel „f/8“ oder „f/2.8“) gekennzeichnet, manchmal jedoch auch ohne das zusätzliche „F“ vor der Zahl. Grundsätzlich gilt jedoch, dass umso weniger Licht auf den Sensor fällt, wenn eine höhere Zahl unter dem Bruchstrich steht. Das verwirrende ist jedoch, dass die F-Zahlen nicht linear funktionieren und damit zwischen f/8 und f/4 keine Halbierung des einfallenden Lichts vorhanden ist. Professionelle Fotografen wie sie zum Beispiel bei fotoschule-baur.ch zu finden sind, erklären dies gerne mit einem Vergleich: Die Iris-Einrichtung am Objektiv wird direkt durch die Einstellung der F-Zahl beeinflusst und funktioniert wie ein Wasserschlauch. Je dicker so ein Schlauch ist, desto mehr Wasser fliesst in einem bestimmten Zeitraum hindurch – ähnlich wie beim Lichteinfall der Kamera. Eine niedrige F-Zahl ist mit einem breiten Schlauch zu vergleichen und braucht auch nur eine geringe Belichtungszeit, während eine höhere Zahl mit einem schmalen Schlauch gleichgesetzt werden kann. Diese braucht dann eine längere Belichtungszeit, um ein ordentliches Ergebnis zu erzielen.

Der Grund, warum überhaupt verschiedene F-Zahlen benötigt werden, liegt darin, dass eine Blende mit einer hohen F-Zahl ein Objekt wesentlich einfacher freistellen kann, wodurch eine geringere Schärfentiefe entsteht. Ist die Blende weit geöffnet, wird der Hintergrund also unschärfer, wodurch das Motiv im Vordergrund besser heraustritt. Dies ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Personen im Vordergrund hervorgehoben werden sollen. Geschlossene Blenden hingegen eignen sich um den Fokus eher auf den Hintergrund zu setzen, was bei grossen Gebäuden oder Landschaftsaufnahmen praktisch ist.

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