Der richtige Stativkopf für die eigenen Bedürfnisse

Einiger der häufigsten Fehler, den Anfänger beim Aussuchen eines neuen Stativs begehen, liegt darin, dass Stativ und Stativkopf als untrennbare Kombination angesehen werden. Tatsächlich sollten sie jedoch unabhängig voneinander betrachtet und gewählt werden, damit die eigenen Ansprüche erfüllt werden können. Da jeder Stativkopf im Regelfall mit jedem Stativ verwendet werden kann, entsteht bei der Wahl dieser beiden Equipmentteile kein Problem und gerade beim Aussuchen eines passenden Stativkopfs sollten die wichtigsten Eigenschaften beachtet werden.

Grundlegende Funktionen eines Stativkopfs

Wer sich von professionellen Fotografen beraten lässt und sich zum Beispiel bei der fotoschule-baur.ch einige Tipps holt, der wird beim Kauf eines Stativkopfs unter anderem auf die Stabilität achten. Denn ähnlich wie beim Stativ-Gestell muss auch der Kopf selbst nach dem Feststellen nicht mehr bewegt werden können. Ist die Kugel nämlich nicht stabil, so sackt sie immer wieder weg und ein nerviges Nachjustieren stört die Foto-Session. Dabei spielt einerseits natürlich die Wahl des Materials sowie die Verarbeitung des Kugelkopfes eine wichtige Rolle, aber auch der richtige Durchmesser sollte nicht unterschätzt werden, der sich natürlich direkt auf das Gewicht des Kopfes auswirkt. Ein weiterer Punkt, den gerade Anfänger immer wieder bei Beratungsgesprächen in Shops zu hören bekommen, ist die Wahl einer sogenannten Panorama-Achse. Die Aufgabe des sich unter des Kopfes befindlichen Zusatzes ist es, die Kamera einfach drehen zu können, um Panorama-Aufnahmen zu ermöglichen. Allerdings dreht die Achse die Kugel eben ständig mit, sodass horizontale Aufnahmen nur in seltenen Fällen so gelingen, wie sich die Fotografen das gewünscht hätten. In den meisten Fällen liegt die Achse unter der Kugel, was sich eben negativ auf die Nutzung auswirkt – wer also tatsächlich Panorama-Bilder schiessen möchte, der sollte ein Modell wählen, bei dem die Achse über dem Kopf angebracht ist.

Fast alle modernen Stative nutzen heutzutage ein genormtes Schnellwechselsystem, das als „ARCA-System“ bekannt ist und dafür sorgt, dass eben fast alle Köpfe mit fast allen Gestellen kombiniert werden können. Der grosse Vorteil dieses Systems liegt darin, dass die Kamera innerhalb weniger Sekunden auf einem Stativ befestigt wird und keine komplexen Handgriffe benötigt werden. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen wird somit ein Einsatz ermöglicht, der dann dank des stabilen Standes gelingen wird. Während einige Kameramodelle sogar direkt mit einer ARCA-Platte ausgeliefert werden, greifen andere Varianten auf eine massgeschneiderte Platte zurück. Letztere werden auch im „L-Format“ angeboten, wodurch eine horizontale Befestigung möglich ist. Obwohl auch noch andere Stativ-Systeme auf dem Markt angeboten werden, hat sich ARCA in den letzten Jahren als meistgenutztes System etabliert und bietet aus diesem Grund ein umfassendes und leicht zu beschaffendes Zubehör.

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