Fotokurs: Lernen, mit Bewegungen umzugehen

Bewegungen stellen sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene eine ganz eigene Herausforderung, denn immer abhängig davon wie schnell die Bewegungen sind kommt es schnell dazu, dass das Motiv verschwimmt und keine richtige Übertragung stattfinden kann. Durch die verschiedenen Geschwindigkeiten ist es auch nicht möglich eine allgemeine Aussage für die passende Verschlusszeit zu tätigen, denn ein rennendes Kind ist langsamer als ein fahrendes Auto, während eine kriechende Schnecke sich kaum bewegt. Doch welche Belichtungszeiten sollten als Ausgangspunkt gewählt werden und was gilt es noch zu beachten?

Eigene Erfahrungswerte als Ausgangspunkt

Professionelle Fotografen wie sie zum Beispiel bei fotoschule-baur.ch gefunden werden können raten immer wieder dazu, eine kürzere Belichtungszeit bei sich bewegenden Motiven grundsätzlich besser ist. Allerdings spielen auch Dinge wie die Entfernung zum Motiv, die Brennwerte des Objektives und auch die Bewegungsrichtung (auf die Kamera zu, von der Kamera weg) eine Rolle, sodass eben keine detaillierten Antworten gegeben werden können. Stattdessen spielt die eigene Erfahrung eine grosse Rolle, ebenso das Herumprobieren in einer konkreten Situation.

Allerdings gibt es einige Grundwerte, die als Ausgangspunkt sinnvoll sind. Ein sich in der Stadt bewegendes Auto wird mit einer Verschlusszeit von 1/250 Sekunde gut festgehalten, ebenso spielende Kinder beim Fussball oder auf dem Spielplatz. Eine Verschlusszeit von 1/500 Sekunde ist hingegen für sich bewegende Tiere geeignet, ebenso für Wassertropfen bei einem Gewitter. Der klassische „Einfriereffekt“, der zum Beispiel bei Fotografien von Sportlern zu finden ist, wird mit einer Verschlusszeit von 1/800 erreicht. Grundsätzlich gilt allerdings, dass diese Richtzahlen nicht immer ein optimales Ergebnis garantieren und gerade schnellere Bewegungen eine noch kürzere Verschlusszeit benötigen.

Die Kamera abstimmen

Um ein perfektes Ergebnis zu erreichen und die kurze Belichtungszeit verwenden zu können, reicht es jedoch nicht einfach, wenn die Verschlusszeit angepasst wird. Auch Faktoren wie ISO-Zahl oder die Öffnung der Blende spielen eine wichtige Rolle und dürfen nicht vernachlässigt werden. Wer nicht über entsprechende Erfahrung verfügt oder einfach nicht so viel herumprobieren möchte, der kann mit dem „TV“-Modus (mitunter auch als „T-Modus“ deklariert) die Blendautomatik einschalten und damit ordentliche Ergebnisse erzielen. Auch die Zeitaumatik (oftmals mit einem „A“ oder „AV“ gekennzeichnet) hilft in solchen Fällen und ist gerade für Anfänger eine clevere Wahl. Dann können auch sich bewegende Objekte für die Nachwelt festgehalten werden, ohne dass es zu unschönen Wacklern und verschwimmenden Bildern kommt.

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